13.03.2026
Gemeinderat Rott verweigert Zustimmung zur Asylunterkunft am Eckfeld

In einer Sondersitzung des Gemeinderats am 12. März 2026 stand erneut die geplante Asylunterkunft in einer Gewerbehalle Am Eckfeld 10 auf der Tagesordnung.

Der Gemeinderat hat dabei seine Zustimmung zu einer Ausnahme von der bestehenden Veränderungssperre im Gebiet Am Eckfeld verweigert. Damit wurde auch das gemeindliche Einvernehmen zu den Plänen des Landratsamtes Rosenheim zur Nutzung der Gewerbehalle als Asylunterkunft nicht erteilt.

Aus Sicht der FREIEN WÄHLER Rott am Inn ist diese Entscheidung ein wichtiges Signal: Die Interessen der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger müssen ernst genommen werden.

Kritik an Verschwendung von Steuergeld

Besonders kritisch sehen wir den Umgang mit öffentlichen Mitteln.
Nach Angaben aus der Drucksache 19/7621 des Bayerischen Landtags wurden für die mittlerweile seit längerer Zeit leerstehende Halle beispielsweise in 2024 rund 300.000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen ausgegeben.

Für uns ist klar:
Solche Summen für eine ungenutzte Immobilie sind gegenüber den Steuerzahlern schwer zu rechtfertigen.

Sinkende Asylzahlen – trotzdem neue Unterkünfte geplant

Gleichzeitig zeigen Zahlen des Bayerischen Innenministeriums, dass die Asylanträge deutlich zurückgehen.

Umso unverständlicher ist für viele Bürgerinnen und Bürger, dass das Landratsamt Rosenheim seine Planungen für weitere Unterkünfte unbeirrt vorantreibt, ohne die aktuelle Entwicklung ausreichend zu berücksichtigen.

Entscheidungen über die Köpfe der Kommunen hinweg

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Umgang mit den Gemeinden.
Wieder einmal entsteht der Eindruck, dass wichtige Entscheidungen von oben getroffen werden, ohne die betroffenen Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubinden.

Viele erinnern sich noch an den 9. Oktober 2023, als der damalige Landrat einen Tag nach der Landratswahl die Gemeinde Rott über die Pläne für eine Asylunterkunft informierte. Auch dieses Vorgehen hat das Vertrauen vieler Bürger erschüttert.

Gerechte Verteilung statt Überforderung einzelner Gemeinden

Die FREIEN WÄHLER stehen klar zu ihrer Verantwortung in der Flüchtlingspolitik. Hilfe für Schutzsuchende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Gerade deshalb braucht es eine gerechte und transparente Verteilung der Flüchtlinge auf alle Gemeinden im Landkreis.

Unser Ziel ist eine klare Verteilungsquote, die

  • für alle Gemeinden gleichermaßen gilt
  • keine Kommune überfordert
  • und für mehr Fairness im Landkreis sorgt

Mit einem Landrat der FREIEN WÄHLER kann genau dieser Kurs umgesetzt werden.

Denn nur mit mehr Dialog, mehr Transparenz und mehr Respekt gegenüber den Kommunen können tragfähige Lösungen entstehen.