1. Kommunale Flächen maximal nutzen: PV-Ausbau auf Dächern, Fassaden und Parkplätzen

Die FREIEN WÄHLER Rott am Inn streben einen umfassenden Photovoltaik-Zubau auf allen verfügbaren kommunalen Flächen an. Bereits bestehende PV-Anlagen auf dem Bauhof oder Schuldächern sollen erweitert werden.
Geplante Maßnahmen im Überblick:

  • Erweiterung der PV-Anlagen auf dem Bauhof
  • PV-Nachrüstung auf Schuldach, Turnhalle, Kindergarten und Pfarrhof
  • Carport-PV über dem Parkplatz vor der Schule zur Doppelnutzung
  • Solare Fassadensysteme am Bauhof und an öffentlichen Gebäuden

Solche Maßnahmen führen nicht nur zur Eigenversorgung, sondern senken langfristig Stromkosten und verbessern die CO₂-Bilanz der Kommune.

2. Elektrifizierung des Fuhrparks: Der nächste logische Schritt

Mit dem Ausbau der PV-Infrastruktur bietet sich die vollständige Elektrifizierung der kommunalen Fahrzeuge an. Strom aus eigener Erzeugung kann direkt für den Betrieb genutzt werden – emissionsfrei und kostengünstig.

3. Quartierslösung „Rotter Feld“: Ein Mieterstrom-Inselprojekt als Vorreiter

Im neuen Baugebiet Rotter Feld soll eine Insellösung mit Mieterstrommodell umgesetzt werden. Das Modell folgt Vorbildern wie von BürgerEnergie Nord eG und kombiniert lokale PV-Erzeugung mit direkter Versorgung der Anwohner.
Vorteile:

  • Dezentrale Versorgung
  • Geringere Netzbelastung
  • Beteiligung der Bürger

4. Nahwärmeversorgung: Kombination aus PV und Hackschnitzel-Anlage

Für die Wärmeversorgung des neuen Quartiers ist eine nachhaltige Lösung geplant:

  • Eine große PV-Anlage zur Warmwasserbereitung
  • Eine Hackschnitzelanlage als Redundanzsystem

Erfolgsbeispiele wie Amerang zeigen, dass solche Nahwärmekonzepte wirtschaftlich tragfähig und ökologisch sinnvoll sind.

5. Kommunalstrom: Eigenstromversorgung für kommunale Verbraucher bündeln

Mit dem Modell Kommunalstrom sollen alle kommunalen Einrichtungen – Schulen, Bauhof, Verwaltung etc. – unter einem Stromverbund vernetzt werden. So lässt sich Eigenverbrauch optimieren und Strom gemeinschaftlich nutzen.

6. Gewerbegebiet mit Speicherlösung und Ladeinfrastruktur

Für das örtliche Gewerbegebiet Am Eckfeld und Gewerbering soll eine großflächige Freiflächenanlage mit Batteriespeicher und öffentlicher Ladesäule entstehen.
Zusätzlich sollen möglichst viele Dachflächen im Gewerbegebiet in eine Insellösung eingebunden werden. Das sorgt für:

  • Höhere Eigenverbrauchsquote
  • Autarke Versorgung
  • Netzunabhängige Ladepunkte für E-Fahrzeuge
  • Niedrige Kosten beim Autoladen

7. Umsetzung: Genossenschaft oder kommunalen Betrieb

Die Umsetzung kann flexibel organisiert werden:

  • Als neue Energiegenossenschaft mit Bürgerbeteiligung
  • In Kooperation mit bestehenden Genossenschaften oder
  • durch Gründung eines kommunalen Eigenbetriebs

Diese Struktur stellt sicher, dass sowohl die Finanzierung als auch der Betrieb langfristig in öffentlicher oder gemeinschaftlicher Hand bleiben.

Kontaktperson für dieses Thema:

Nepomuk Poschenrieder