Die FREIEN WÄHLER Rott am Inn bekräftigen ihre klare Ablehnung der geplanten zentralen Sammelunterkunft für mehrere hundert Geflüchtete im Gewerbegebiet „Am Eckfeld 10“. Die Entscheidung des Landratsamts Rosenheim, eine ehemalige Industriehalle als Unterkunft umzunutzen, wurde von vielen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde von Beginn an kritisch gesehen. Die FREIEN WÄHLER teilen diese Haltung und halten die Pläne weiterhin für nicht tragbar.

Die Kritikpunkte der FREIEN WÄHLER sind vielschichtig: 

  • Die Gemeindestruktur eines Ortes mit rund 2 200 Einwohnern – bzw. etwa 4 000 mit Weilern– ist für eine derart große Unterkunft nicht ausgelegt (Kläranlage am Limit, Wasserversorgung in Konkurrenz zum geplanten Neubaugebiet “Rotter Feld”) 
  • Die Lage in einem Gewerbegebiet fernab zentraler Versorgungseinrichtungen erschwert die soziale Integration und gefährdet das friedliche Zusammenleben. 
  • Zudem ist eine menschenwürdige Unterbringung traumatisierter Geflüchteter unter solchen Bedingungen kaum möglich.

Ein wichtiger Erfolg für die Gemeinde ist die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 05. September 2025: Die Beschwerde der Gemeinde gegen die Baugenehmigung wurde angenommen und die aufschiebende Wirkung der Klage angeordnet. Dadurch darf die Halle vorerst nicht weiter als Unterkunft genutzt werden. Entscheidende Gründe waren unter anderem fehlende Rückbauverpflichtungen für groß angelegte Sanitärcontainer. 

Die FREIEN WÄHLER Rott am Inn stehen für eine verantwortungsvolle Flüchtlingspolitik, die den Schutz suchenden Menschen gerecht wird, aber gleichzeitig die aufnehmende Gemeinde nicht überfordert. Eine paritätische Verteilung auf alle(!) Gemeinden im Landkreis Rosenheim, das ist unser Ziel.

Großunterkünfte fernab funktionierender Infrastruktur werden als keine nachhaltige Lösung gesehen. 

Stattdessen fordern sie dezentrale, faire und menschenwürdige Unterbringungskonzepte im Landkreis Rosenheim im Dialog mit allen Beteiligten und mit Rücksicht auf die örtlichen Gegebenheiten.

Kontaktperson für dieses Thema:

Klemens Seidl, Günther Hein, Nepomuk Poschenrieder, Christine Kochwagner